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Das eigene Haus winterfest machen: Wissenswertes zur Wärmeeffizienz

Das eigene Haus winterfest machen: Wissenswertes zur Wärmeeffizienz

Wenn die Kälte zurückkommt: Rechtzeitig die richtigen Maßnahmen ergreifen

Langjährige Eigenheimbesitzer kennen die Situation in der Regel aus eigener Erfahrung und wissen um die Wichtigkeit, die eigenen vier Wände vor den langsam wieder sinkenden Außentemperaturen ausreichend und zuverlässig zu schützen. Auch wenn die Winter in Mitteleuropa in den letzten Jahren historisch betrachtet vergleichsweise milde und warm waren, bedeutet dieser Umstand noch lange nicht, dass man auch in Zukunft von Eis, Frost und Schnee zwischen Dezember und März so gut wie komplett verschont bleibt. Um allen diesbezüglichen Eventualitäten vorzubeugen und sich gegen unerwartete Kälteeinbrüche zu wappnen, empfiehlt sich also die Beachtung einiger Regeln, um Haus, Heim und Hof sinnvoll winterfest zu machen. Eine termingerechte Vorgehensweise, nach Möglichkeit noch bevor das Thermometer dauerhaft im einstelligen Bereich verbleibt, sollte alleine schon aus Kostengründen angestrebt werden. Die professionelle Behebung von Witterungsschäden kann nämlich recht schnell sehr teuer werden. Dies gilt im besonderen Maße für im Sommer und Herbst entstandene Probleme, die sich jedoch erst im Winter zeigen, dann aber wegen zu niedrigen Temperaturen nicht sofort behoben werden können. Noch wichtiger sind derartige „lebenserhaltende“ Maßnahmen bei unbewohnten und/oder vorübergehend leer stehenden Immobilien wie etwa Ferienhäusern, die meistens im Winter weder regelmäßig genutzt noch kontrolliert werden.

Jedes Haus schon im Herbst von Kopf bis Fuß auf Herz und Nieren überprüfen

Im Allgemeinen und Speziellen empfehlen sachkundige Experten hierbei ein schritt- und stufenweises sowie aufeinander abgestimmtes Vorgehen im Inneren und am Äußeren des Gebäudes. Dabei besitzt jeder einzelne Bereich für sich wie auch in der Summe große und entscheidende Bedeutung, denn bekanntlich besteht ein Haus aus vielen miteinander konzeptionell verzahnten Komponenten, deren möglichst fehlerfreie jeweilige Funktion für den Schutz unerlässlich sind. In Analogie zum Beispiel zum Auto, bei dem auch die besten Winterreifen nichts nutzen, wenn der richtige Frostschutz fehlt, gilt auch für Häuser, dass etwa gut gedämmte Fenster ohne eine gewartete Heizungsanlage oder ein intaktes Dach nur wenig bis überhaupt nichts gegen unangenehme Kälte ausrichten können. Heutzutage finden sich online zahlreiche thematische Ratgeber zu allen Aspekten der Wärmeeffizienz, hilfreich sind auch Checklisten, bei denen einzelne Punkte nach und nach abgearbeitet werden können. Wem hierzu Muße, Wissen oder einfach auch nur die Zeit fehlen, kann natürlich auch einschlägig spezialisierte Dienstleistungsunternehmen beauftragen. In den folgenden Abschnitten werden die wichtigsten „Baustellen“, die für den Winter in jedem Haus berücksichtigt werden sollten, kurz skizziert. Im Ansatz durchaus vergleichbar mit der richtigen Körperpflege, benötigt auch ein Haus ein gewisses Maß an Fürsorge.

Die Heizung ist das Herz des Hauses: Kontrolle, Entlüftung, Einstellung, Öl, Wasser

Wie das menschliche Herz für den gesamten Körper erfüllt auch die Heizung des Hauses eine vor allem im Winter überlebenswichtige Funktion. Nicht von ungefähr empfiehlt darum die „Deutsche Energieagentur (dena)“ die regelmäßig einmal pro Jahr, am besten zum Winter hin durch einen Fachbetrieb durchgeführte Wartung. Dabei wird die Anlage entlüftet und ggf. mit neuem Wasser oder Öl befüllt. Auch eine zu hohe Vorlauftemperatur kann so noch reduziert werden. Ebenfalls kontrolliert werden sollte die ausreichende Dämmung der Heizungsrohre sowie der Warmwasserleitungen, um somit unnötigen Energieverlust zu vermeiden.

Wasserleitungen sind wie Adern und können durch Frost leicht zerstört werden

Ein Rohrbruch im Winter gehört wahrscheinlich zur größten Horrorvorstellung eines jeden Hausbesitzers. Besonders bei nur sporadisch genutzten Räumen und Immobilien sollte deshalb unbedingt darauf geachtet werden, dass solche auch insbesondere bei länger anhaltender Abwesenheit stets minimal beheizt werden und nicht vollständig auskühlen. Ist hingegen eine Leitung tatsächlich bereits eingefroren, sollte man das Wasser sofort abdrehen, die Hähne öffnen und umgehend einen spezialisierten Dienstleister informieren. Von eigenständigen Reparaturversuchen wird gerade bei mangelnden Fachkenntnissen dringend abgeraten.

Ist ein Fenster undicht, leidet das Haus wie der Mensch bei einem tränenden Auge

Fenstern und Fensterrahmen kommen im Winter die immens bedeutende Aufgabe zu, wohlige Wärme im Inneren zu halten sowie eisige Kälte draußen zu lassen. Diese stark unterschiedlichen Werte beanspruchen Fenster und Rahmen gleichermaßen und intensiv, die wechselnde Ausdehnung kann zu Dichte- und damit Wärmeverlust führen. Die Gummi- oder Kunststoffabdichtungen zwischen Glas und Rahmen müssen intakt sein, bei älteren Fenstern deuten Trübungen an den Rändern auf das Eindringen von Feuchtigkeit hin.

Türen und Türschlösser sind quasi der Mund und die Zähne des Gebäudes

Türen, Scharniere und Schlösser werden durch die winterlichen Minusgrade einer starken Belastung ausgesetzt. Wenn man nicht unvermittelt draußen in der Kälte stehen will, sollte man Türschlösser mit Grafitpulver sowie Türen und Scharniere mit Mehrzweckfett zum Sprühen in Schuss halten. Maschinen- oder Haushaltsöl ist hierfür wegen unzureichender Schmierwirkung allerdings eher ungeeignet.

Ein undichtes Dach ist wie ein kalter Kopf mit zu kurzen oder wenigen Haaren

Dachrinnen werden durch das Gewicht von Eis und Schnee sowie eventuell verstopfendes Herbstlaub ebenfalls stark beansprucht. Um weitreichende Schäden an Dachanschluss und Dachtraufe zu vermeiden, müssen Dachrinnen festsitzen und frei von Schmutz und Unrat sein. Gleichermaßen dringend ratsam ist es, das Dach auf fehlende Ziegel und die Statik sowie die maximal zulässige Schneelast zu überprüfen.

Brüchiger Putz schadet dem Haus wie eine Hautkrankheit dem Organismus

Risse in der Hausfassade sind Einfalltore für schädliche Feuchtigkeit, die je nach Intensität das Mauerwerk in große Mitleidenschaft ziehen kann. Sie sollten deshalb nach Möglichkeit noch vor dem ersten Frost geschlossen werden, da sie sich sonst ausdehnen und weitaus höhere Kosten verursachen können.