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Lohnt es sich jetzt, in Immobilien zu investieren?

Lohnt es sich jetzt, in Immobilien zu investieren?

Der Kauf von Immobilien ist zurzeit ein öffentlich wie privat sehr präsentes Thema

In den aktuellen, seit Jahren anhaltenden Zeiten extrem niedriger und sogar bereits von Banken angekündigter negativer Zinsen scheint der Immobilienkauf zwecks Kapitalanlage und Altersvorsorge noch immer eine der wenigen sinnvollen Investitionsstrategien zu sein. Unter dem viel zitierten Schlagwort „Betongold“ preisen und rühmen unzählige Experten und Ratgeber den vermeintlich „todsicheren“, weil bislang langfristig zuverlässig stark im Wert steigenden Haus-, Wohnungs- und Grundstücksbesitz. Generell und grundsätzlich sind solche nicht zuletzt auch im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis oft diskutierten Empfehlungen durchaus nicht von der Hand zu weisen und gerade auch hinsichtlich der zu erwartenden Rendite angemessen realistisch. Denn die eingangs erwähnten niedrigen Zinsen sind nicht ausschließlich beklagenswert, sondern haben ja auch bei der Aufnahme von Krediten zwecks Immobilienkauf den Nebeneffekt recht günstiger Bedingungen. Was potenzielle Käufer einer Immobilie für die Eigennutzung oder als Anlage ansonsten noch an wichtigsten Kriterien berücksichtigen sollten, wird im Folgenden kurz und übersichtlich skizziert.

Lage, Lage und Lage: Wo genau entscheidet noch immer maßgeblich über wie viel

Die in der obigen Zwischenüberschrift zugegebenermaßen tendenziell plakativ wirkende und inzwischen auch in den meisten Bevölkerungsgruppen hinlänglich bekannte Devise, nach der beim Kauf von Immobilien vor allem auf eine gute Lage geachtet werden muss, ist jedoch tatsächlich von größter Bedeutung. Da bei einer Immobilie von Ausstattung über Einrichtung bis Erscheinung theoretisch und praktisch vieles geändert werden kann, um das Objekt attraktiver und wertvoller zu machen, kommt es bei der Auswahl umso mehr darauf an, wie es um die tatsächliche Beschaffenheit und das Entwicklungspotenzial der im Wortsinn von „Immobilie“ (unbeweglich) nicht änderbaren Eigenschaften bestellt ist. Die Lage eines Hauses und einer Wohnung entscheidet als stärkster Faktor über dessen bzw. deren Preis. Gut beobachtbar ist diese Regel heutzutage an den immensen Steigerungen der Quadratmeterpreise in Ballungsräumen und Großstädten, wo die schier ungebremste Nachfrage das stark begrenzte Angebot bei Weitem übersteigt. Wer dort noch immer die von zahlreichen Interessenten verzweifelt gesuchte „Nadel im Heuhaufen“ zu bezahlbaren Konditionen findet, kann sich wahrhaft glücklich schätzen. Alle anderen sollten aber nicht klein beigeben, sondern stattdessen von den so begehrten „1-a-Lagen“ auf die mit etwas Energie nach wie vor auffindbaren Immobilien in verkehrstechnisch gut angebundenen „1-b-Lagen“ in Vororten sowie Mittel- und Kleinstädten ausweichen.

Wie hoch ist die Gefahr einer Immobilienblase in Deutschland und Europa?

Über die diesbezüglichen Risiken gehen die Meinungen der meisten Marktbeobachter und Fachleute zurzeit relativ weit auseinander, weil es sowohl für eine anhaltende Stabilität als auch einen plötzlichen Einbruch jeweils einige durchaus stichhaltige Argumente gibt. Zum einen verweisen die Skeptiker nicht ganz ohne Berechtigung auf das Beispiel der USA, wo seit kurzer Zeit speziell im hochpreisigen Segment stagnierende bis sinkende Preise den Markt gerade auch in den besten Innenstadtlagen negativ beeinflussen. Zum anderen sind eher optimistisch gesinnte Befürworter des Immobilienkaufs der durch Zahlen belegbaren Ansicht, dass die entsprechenden Rahmenbedingungen hierzulande wie in den meisten Staaten der EU und Europas auch auf längere Zeit weitestgehend Sicherheit garantieren. Als Indikatoren hierfür positiv bewertet werden die noch immer anhaltende und wachsende Attraktivität europäischer Immobilien bei internationalen Käufern, die im globalen Maßstab geringere und somit ausbaubare Eigentumsquote hauptsächlich in Deutschland sowie der im Vergleich zu anderen Weltgegenden kleinere zur Verfügung stehende Platz und Raum für Neubauten, welche den Wert aller Voraussicht nach zumindest stabil bleiben oder gar steigen lassen wird.

Wer es sich momentan leisten kann, sollte die günstigen Bedingungen nutzen

Insofern ist die im Titel gestellte Frage unter Berücksichtigung der geäußerten Aspekte und gemachten Einschränkungen sowohl kurz- als auch mittel- und langfristig ebenfalls eher positiv zu beantworten. Solange die Politik der niedrigen Zinsen für private Kredite im Bereich Immobilien Bestand haben und die Kauffinanzierungen durch ausreichend hohe Eigenkapitalquoten abgesichert werden, ist der Erwerb von Immobilien für Eigennutzung wie auch als Kapitalanlage noch immer eine der sinnvollsten Investitionsentscheidungen.